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Bakterien
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Die Bakterien (lateinisch Bacteria; Singular: das Bakterium, veraltend auch die Bakterie; von altgriechisch βικĎÎŽĎΚον baktá¸rion âStäbchenâ, Verkleinerungsform von βΏκĎĎον bĂĄktron âStabâ), umgangssprachlich auch Bazillen (Singular Bazille; von Bazillus, geprägt 1872 von Hermann Cohn aus lateinisch bacillum, Verkleinerungsform von mit bĂĄktron urverwandtem und gleichbedeutendem baculumcite-ref-1[1], vgl. aber Bazillen), bilden neben den Eukaryoten und Archaeen eine der drei grundlegenden Domänen, in die alle Lebewesen eingeteilt werden.cite-ref-2[2]
Bakterien sind wie die Archaeen Prokaryoten, das bedeutet, ihre DNA ist nicht in einem vom Cytoplasma durch eine Doppelmembran abgegrenzten Zellkern enthalten wie bei Eukaryoten, sondern bei ihnen liegt die DNA wie bei allen Prokaryoten frei im Cytoplasma, und zwar zusammengedrängt in einem engen Raum, dem Nucleoid (Kernäquivalent).
Die Wissenschaft und Lehre von den Bakterien ist die Bakteriologie.
Contents
⢠Erforschung
⢠Eigenschaften
⢠Struktur
⢠Bewegung
⢠Bedeutung
⢠Biotechnik
⢠Evolution
⢠Medizin
⢠Ăkologie
⢠Klassifikation
⢠Urbakterium
⢠Literatur
⢠Bßcher
⢠Aufsätze
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Erforschung
Bakterien wurden belegbar erstmals von Antoni van Leeuwenhoek mit Hilfe eines selbstgebauten Mikroskops in Gewässern und im menschlichen Speichel beobachtet und 1676 von ihm in Berichten an die Royal Society of London beschrieben.
Im Jahr 1849 sah Alois Pollender erstmals Milzbrandstäbchen im Blut von an Milzbrand erkrankten Tieren. Casimir Davaine fĂźhrte kĂźnstliche Ăbertragungen von Milzbrand mit dem Blut milzbrandkranker Tiere durch. 1873 beschrieb Edwin Klebs Bazillen auf diphtherischen Belägen.cite-ref-3[3]
Bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Bezeichnung âBakterienâ in der Mikrobiologie fĂźr alle mikroskopisch kleinen, meistens einzelligen Organismen gebraucht, die keinen echten Zellkern besitzen und deshalb zu den Prokaryoten gehĂśren. Jedoch trifft das auch auf die Archaeen zu, die seit etwa 1990 einer separaten Domäne zugeordnet werden. Zur Abgrenzung von den Archaeen sprach man in der Ăbergangszeit bis zur Definition der drei Lebewesen-Domänen auch von âEigentlichen Bakterienâ (âEubakterienâ) oder âEchten Bakterienâ und es wurden die wissenschaftlichen Namen Eubacteria und Archaebacteria verwendet. Eubacteria war eine unglĂźckliche Benennung, da es auch eine Bakteriengattung Eubacterium gibt. Heute werden die beiden Domänen der Prokaryoten als Bacteria und Archaea bezeichnet, die dritte Domäne ist die der Eukaryoten.
Eine klare Trennung der verschiedenen Bakterienarten auf Nährboden gelang 1876 Ferdinand Julius Cohn. Wundinfektionen fßhrte Robert Koch 1887 auf ganz bestimmte Bakterien zurßck.cite-ref-4[4]
Ăber dreihundert Jahre nach der ersten Beschreibung von Bakterien und trotz unzähliger schon beschriebener und katalogisierter Arten ist nach heutigem Kenntnisstand anzunehmen, dass die groĂe Mehrheit (ca. 95 bis 99 %) aller auf unserem Planeten existierenden Bakterienarten bisher weder näher bekannt ist, noch beschrieben wurde (Stand: 2006). Daher kommt es immer wieder zu neuen Entdeckungen. So wurde im Jahr 2022 das grĂśĂte bislang bekannte Bakterium entdecktcite-ref-5[5]: Das Bakterium Thiomargarita magnifica ist mit einer durchschnittlichen Länge von fast einem Zentimetercite-ref-6[6] ein mit bloĂem Auge sichtbares Schwefelbakterium. Das Bakterium mit den wenigsten Genen ist Carsonella ruddii. Es besitzt nur 159.662 Basenpaare und 182 Gene.cite-ref-7[7] Diesem Bakterium fehlen wesentliche Gene, die eine Bakterie zum selbständigen Leben benĂśtigt. Es lebt endosymbiontisch in spezialisierten Zellen von BlattflĂśhen. Das Bakterium mit dem kleinsten Genom, das parasitär lebt, ist Mycoplasma genitalium mit 582.970 Basenpaaren. Das Bakterium mit dem kleinsten Genom, das selbstständig, also weder symbiontisch noch parasitär, lebt, ist Pelagibacter ubique und hat ca. 1,3 Millionen Basenpaare.
Eigenschaften
Gestalt und GrĂśĂe
Bakterien kommen in verschiedenen äuĂeren Formen vor (Beispiele in Klammern): kugelfĂśrmig, sogenannte Kokken (Micrococcus), zylinderfĂśrmig, sogenannte Stäbchen (Bacillus, Escherichia) mit mehr oder weniger abgerundeten Enden, wendelfĂśrmig (Spirillen, Spirochäten), mit Stielen (Caulobacter), mit Anhängen (Hyphomicrobium), mehrzellige Trichome bildend (Caryophanon, Oscillatoria), lange, verzweigte Fäden, sogenannte Hyphen, bildend, die sich verzweigen und eine Mycel genannte Fadenmasse bilden (Streptomyzeten), sowie Gebilde mit mehreren unregelmäĂig angeordneten Zellen (Pleurocapsa). Oft kommen Bakterien in Aggregaten vor: Kugelketten (Streptococcus), flächige Anordnung kugelfĂśrmiger Zellen (Merismopedia), regelmäĂige dreidimensionale Anordnung von Kugeln (Sarcina), Stäbchenketten (Streptobacillus), in RĂśhren eingeschlossene Stäbchenketten (Leptothrix); auch viele Cyanobakterien bilden komplexe Aggregate (wie Gloeotrichia mit ihren strahlenfĂśrmig angeordneten geraden Trichomen).
Die GrĂśĂe von Bakterien ist sehr unterschiedlich: Ihr Durchmesser liegt zwischen etwa 0,1 und 700 Âľm, bei den meisten bekannten Arten beträgt er etwa 0,6 bis 1,0 Âľm. Ihre Länge liegt in einem grĂśĂeren Bereich: bei Einzelzellen zwischen etwa 0,6 Âľm (bei Kokken) und 700 Âľm, Hyphen kĂśnnen noch länger sein, die meisten Bakterien sind 1 bis 5 Âľm lang. Das Volumen der meisten Bakterien liegt in der GrĂśĂenordnung von 1 ÂľmÂł. Abgesehen von wenigen Ausnahmen kĂśnnen einzelne Bakterienzellen mit bloĂem Auge nicht gesehen werden, da das AuflĂśsungsvermĂśgen des menschlichen Auges um etwa 50 Âľm liegt. Besonders klein sind Mycoplasmen (Durchmesser der kleinsten ca. 0,3 Âľm) und Ca. Velamenicoccus archaeovorus (Durchmesser 0,2â0,3 Âľm). Besonders groĂ sind viele Cyanobakterien, ihr Durchmesser liegt meistens zwischen 2 und 8 Âľm. Das grĂśĂte bisher bekannte Bakterium ist Ca. Thiomargarita magnifica (fadenfĂśrmig mit einer nachweislichen Länge bis zu 2 cm), daneben seine Schwesterart T. namibiensis (etwa kugelfĂśrmig mit einem Durchmesser von 300â700 Âľm), beide sind mit bloĂem Auge zu sehen. Das Volumen von T. namibiensis (Durchmesser d â 700 Âľm, daher Volumen einer Kugel = 0,523 ¡ d3) ist mehr als 10 Milliarden Mal grĂśĂer als das Volumen des kleinsten Bakteriums (d â 0,3 Âľm).
Struktur
Die meisten Bakterien besitzen eine Zellwand, alle besitzen eine Zellmembran, die das Cytoplasma und die Ribosomen umschlieĂt. Die DNA liegt als strangfĂśrmiges, in sich geschlossenes MolekĂźl â ein so genanntes Bakterienchromosom â frei im Cytoplasma vor. Einige Bakterien weisen auch zwei Bakterienchromosomen auf, beispielsweise Ralstonia eutropha Stamm H16. Häufig befindet sich im Cytoplasma weitere DNA in Form von kleineren, ebenfalls strangfĂśrmigen, in sich geschlossenen MolekĂźlen, den Plasmiden, die unabhängig vom Bakterienchromosom vervielfältigt und bei der Fortpflanzung weitergegeben werden oder von einem Individuum auf ein anderes Ăźbertragen werden kĂśnnen. Das Genom des Darmbakteriums Escherichia coli besteht aus knapp 4,7 Millionen Basenpaaren, deren Sequenz vollständig bekannt ist. Das DNA-MolekĂźl ist etwa 1,4 Millimeter lang mit einem Durchmesser von nur 2 Nanometern und enthält rund 4400 Gene. Trotz seiner Länge von mehr als dem Tausendfachen des Zelldurchmessers ist es auf einen Bereich von etwa der Hälfte des Zelldurchmessers (vermutlich hochgeordnet) zusammengelegt (Nucleoid). Inzwischen sind viele weitere Bakteriengenome vollständig bekannt.
Eine Besonderheit der Bakterien ist auch die RNA-Polymerase. Sie besitzen nur eine, und die besteht aus nur 5 Untereinheiten (Îą (2x), β, β' und Ď). Die RNA-Polymerase der Archaeen besteht dagegen aus 11â12 Untereinheiten, und Eukaryoten besitzen mehrere RNA-Polymerasen, die aus bis zu 12 Untereinheiten bestehen.
Erläuterungen zum Bakterien-Schema:
⢠Es wird ein Längsschnitt eines Bakteriums schematisch dargestellt.
⢠Nicht alle dargestellten Strukturelemente sind immer und bei allen Bakterien vorhanden.
⢠Bei allen Bakterien sind immer vorhanden: Cytoplasmamembran, Cytoplasma, Nucleoid und Ribosomen.
⢠Thylakoide (dienen der Phototrophie) sind in sehr verschiedener Form bei allen phototrophen Bakterien vorhanden, mit Ausnahme der Chlorobien.
⢠Chlorosomen (dienen der Phototrophie) sind bei Chlorobien vorhanden.
⢠Soweit eine Zellwand vorhanden ist (bei weitaus den meisten Bakterien), ist sie bei gramnegativen Bakterien dßnn, bei grampositiven Bakterien dick.
⢠Gramnegative Bakterien besitzen auĂerhalb der Zellwand eine weitere Biomembran, die sog. ĂuĂere Membran, die im Schema in der Abbildung nicht dargestellt ist.
⢠Soweit Flagellen (GeiĂeln) vorhanden sind, ist ihre Anzahl (1 bis viele) und ihre Anordnung je nach Bakterienart verschieden. Auch ihre Länge variiert. Sie sind immer wendelfĂśrmig.
⢠Soweit Pili vorhanden sind, ist ihre Anzahl (1 bis viele), Länge und Anordnung verschieden.
⢠Soweit eine SchleimhĂźlle, Glykokalix auĂerhalb der Zellwand vorhanden ist, kann sie je nach Bakterienart und äuĂeren Bedingungen verschieden dick sein und aus verschiedenen Schleimstoffen bestehen.
⢠Soweit Plasmide vorhanden sind, ist ihre Anzahl unterschiedlich.
⢠Soweit Gasvesikel vorhanden sind, ist ihre GrĂśĂe und Anzahl je nach Bakterienart und äuĂeren Umständen verschieden.
Lebensweise und Vermehrung
Lebensweise
Lebensweise und Stoffwechsel der Bakterien sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. So gibt es Bakterien, die Sauerstoff benÜtigen (aerobe Bakterien oder Aerobier), Bakterien, fßr die Sauerstoff Gift ist (obligat anaerobe Bakterien oder obligate Anaerobier), und Bakterien, die tolerant gegenßber Sauerstoff sind (fakultative Anaerobier). Einige Bakterien sind zur Photosynthese fähig, also phototroph, zum Beispiel die (frßher auch Blaualgen genannten) Cyanobakterien, die meisten sind dagegen chemotroph. Von den Chemotrophen sind die meisten heterotroph, einige jedoch chemoautotroph, und zwar lithoautotroph.
Manche Bakterien (z. B. Bacillus) bilden Dauerstadien (Sporen) aus, in denen der komplette Stoffwechsel zum Erliegen kommt. In diesem Zustand kĂśnnen die Bakterien fĂźr sie ungĂźnstige â auch extreme â Umweltbedingungen Ăźberstehen und mehrere tausend Jahre Ăźberdauern. Andere Bakteriengattungen haben eine andere Strategie entwickelt und ihren Stoffwechsel direkt an extreme Umweltbedingungen angepasst. Sie werden als Extremophile bezeichnet.
Die meisten Bakterien leben in der Natur in Form von Biofilmen zusammen.
Vermehrung
Bakterien vermehren sich asexuell durch Zellteilung. Das kann durch äquale oder inäquale Querteilung (besonders bei zylinderfÜrmigen Bakterien, beispielsweise bei Pseudomonas, Bacillus), durch Knospung (beispielsweise bei Planctomyces), durch multiple Sporenbildung (beispielsweise bei Crenothrix) oder auf andere Weise geschehen. Bei der Endosporenbildung kommt es meistens nicht zu einer Vermehrung, weil weit ßberwiegend nur eine Endospore je Zelle gebildet wird, nur bei wenigen Bakterien, beispielsweise bei Anaerobacter polyendosporus und Metabacterium, werden mehrere Endosporen je Zelle gebildet. Alle Nachkommen der asexuellen Vermehrung weisen identische Genome auf und bilden daher einen Klon.
Die Vermehrung in einer Bakterienpopulation ist unter Bakterielles Wachstum beschrieben.
Gentransfer
Bei einer Konjugation kĂśnnen Bakterien mit Hilfe sogenannter Sexpili (ProteinrĂśhren) DNA untereinander austauschen (horizontaler und vertikaler Gentransfer). Mittels der Sexpili kĂśnnen sich die Zellen annähern und dann Ăźber eine PlasmabrĂźcke DNA (das Bakterien-âChromosomâ ganz oder teilweise sowie Plasmide) von einer Zelle zur anderen Ăźbertragen. Da die Pili nicht direkt an der DNA-Ăbertragung beteiligt sind, kann diese auch ohne Pili erfolgen, wenn sich zwei Bakterienzellen eng aneinander legen. Dieser Gentransfer wird vor allem von Gram-negativen Bakterien praktiziert. Bei Gram-positiven Bakterien herrscht vor allem der Mechanismus der Transduktion vor. Hierbei werden Bakterienviren (Bakteriophagen) als Vektor benutzt. Transformation, die Aufnahme von nackter DNA, ist dagegen kaum verbreitet.
Bewegung
Bakterien bewegen sich meist frei im FlĂźssigmedium schwimmend durch Flagellen, auch als GeiĂeln bezeichnet, die anders als die GeiĂeln der Eukaryoten (z. B. Protisten) nicht nach dem â9+2-Musterâ aufgebaut sind, sondern aus einem langen, wendelfĂśrmigen, etwa 15 bis 20 nm dicken Proteinfaden bestehen. Zudem wirken die Flagellen der Bakterien nicht antreibend durch Formveränderung wie die GeiĂeln der Eukaryoten, sondern sie werden wie ein Propeller gedreht. Die Drehbewegung wird an einer komplizierten Basalstruktur durch einen Protonenstrom erzeugt, ähnlich wie bei einer Turbine, die durch einen FlĂźssigkeits- oder Gasstrom angetrieben wird. Dazu ist ein Protonenkonzentrationsgefälle erforderlich. Spirochaeten bewegen sich dadurch, dass sie sich um sich selbst drehen und dank ihrer wendelfĂśrmigen KĂśrper sich gewissermaĂen durch das umgebende Medium schrauben. Einige Bakterien bewegen sich nicht freischwimmend, sondern durch Kriechen, zum Beispiel Myxobakterien und einige Cyanobakterien.
Verschiedene Umweltfaktoren kĂśnnen die Bewegungsrichtung der Bakterien beeinflussen. Diese Reaktionen werden als Phototaxis, Chemotaxis (Chemotaxis gegenĂźber Sauerstoff: Aerotaxis), Mechanotaxis und Magnetotaxis bezeichnet.
Endosymbiontenhypothese
Aufgrund biochemischer Untersuchungen nimmt man heute an, dass einige Organellen, die in den Zellen vieler Eukaryoten vorkommen, ursprßnglich eigenständige Bakterien waren (Endosymbiontentheorie); dies betrifft die Chloroplasten und die Mitochondrien. Diese Organellen zeichnen sich durch eine Doppelmembran aus und enthalten eine eigene zirkuläre DNA, auf der je nach Art 5 bis 62 Gene enthalten sein kÜnnen. Belege dafßr sind die Ergebnisse der rRNA-Sequenzierung und die Organellproteine, die eine stärkere Homologie zu den Bakterienproteinen ausweisen als zu den Eukaryoten. Die Codons von Mitochondrion und Chloroplast ähneln der Codon Usage der Bacteria ebenfalls mehr.
Bedeutung
Bakterien auf und im Menschen
Ein Mensch besteht aus etwa 10 Billionen (1013) Zellen, die aus der befruchteten Eizelle hervorgegangen sind. Zusätzlich befinden sich auf und in ihm etwa zehnmal so viele Bakterien.cite-ref-8[8]
Im Mund eines Menschen leben insgesamt etwa 10 Milliarden (1010) Bakterien.
Auf der menschlichen Haut befinden sich bei durchschnittlicher Hygiene etwa hundertmal so viele Bakterien, nämlich insgesamt etwa eine Billion (1012) allerdings sehr unterschiedlich verteilt: An den Armen sind es nur wenige tausend, in fettigeren Regionen wie der Stirn schon einige Millionen und in feuchten Regionen wie den Achseln mehrere Milliarden pro Quadratzentimeter. Dort ernähren sie sich von rund zehn Milliarden Hautschuppen, die täglich abgegeben werden und von Mineralstoffen und Lipiden, die aus den Hautporen abgeschieden werden.
99 % aller im und am menschlichen KÜrper lebenden Mikroorganismen, nämlich mehr als 100 Billionen (1014) mit mindestens 400 verschiedenen Arten, darunter vorwiegend Bakterien, leben im Verdauungstrakt, vor allem im Dickdarm. Dort bilden sie die Darmflora.
Sogar in der Lunge gesunder Menschen wurden in jĂźngster Zeit aufgrund einer neuen Untersuchungsmethode im Rahmen des Mikrobiom-Projekts (um 2007) 128 Arten von Bakterien entdeckt.cite-ref-9[9] Bis dahin waren Mikrobiologen nie in der Lage gewesen, im Labor Bakterien aus der Lunge zu vermehren. Daher dachte man, die Lunge sei steril.
Biotechnik
Die Fähigkeit einer groĂen Anzahl von Bakterien, fĂźr den Menschen wichtige Stoffe wie Antibiotika und Enzyme zu produzieren, wird in der Biotechnik vielfältig genutzt. Neben klassischen Verfahren in der Nahrungsmittel- und Chemikalienproduktion (WeiĂe Biotechnologie; vor allem Bioethanol, Essigsäure, Milchsäure, Aceton) werden auch ihre Fähigkeiten, problematische Abfälle zu beseitigen sowie Medikamente zu produzieren (vor allem Antibiotika, Insulin) genutzt. Dabei spielen vor allem Escherichia coli sowie diverse Arten von Clostridien, Corynebacterium, Lactobacillus, Acetobacter und eine Vielzahl weiterer Bakterien eine Rolle, indem man sich ihren Stoffwechsel gezielt nutzbar macht.
Häufig werden zu diesem Zweck nßtzliche Teile des Genoms bestimmter Bakterien in das Genom einfach zu haltender, einfach zu kultivierender und weitgehend ungefährlicher Bakterien wie Escherichia coli eingepflanzt (Genmanipulation).
Evolution
Bakterien kÜnnen untereinander, auch ßber Artgrenzen hinweg, Gene austauschen und sogar in ihrer Umgebung vorkommende, auch fossile DNS-Fragmente in ihre eigene DNS einbauen. In diesem Zusammenhang wurde ein neuer Begriff geprägt: Anachronistische Evolution, Evolution auch ßber Zeitgrenzen hinweg.cite-ref-10[10]
Medizin
Bakterien spielen im menschlichen KĂśrper eine groĂe Rolle. So lebt im menschlichen Darm eine Vielzahl von Bakterien, die zusammen die verdauungsfĂśrdernde Darmflora bilden. Die Haut des gesunden Menschen ist von harmlosen Bakterien besiedelt, die die Hautflora bilden. Eine besonders hohe Anzahl von Bakterien befindet sich auf den Zähnen. Bakterien kĂśnnen aber auch als Krankheitserreger wirken. Einige Bakterien verursachen eitrige WundentzĂźndungen (Infektionen), Sepsis (Blutvergiftung) oder die EntzĂźndung von Organen (z. B. Blasen- oder LungenentzĂźndung). Um diesen Erkrankungen vorzubeugen, wurden von der Hygiene, einem Fachgebiet der Medizin, zwei Methoden zum Kampf gegen Bakterien entwickelt:
Sterilisation ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe medizinische Geräte und Materialien keimfrei gemacht werden.
Desinfektion ist ein Verfahren, die Zahl von Bakterien auf der Haut oder auf Gegenständen stark zu vermindern (z. B. mit Händedesinfektionsmitteln).
Sind die Bakterien einmal in den KÜrper eingedrungen und haben eine Infektion ausgelÜst, stellen heute die Antibiotika ein wirksames Mittel gegen Bakterien dar, zum Beispiel Penicilline, die durch Pilze der Gattung Penicillium gebildet werden. Penicillin stÜrt die Synthese der Bakterien-Zellwand, daher wirkt es nur gegen wachsende Bakterien. Allerdings haben bestimmte Bakterien gegen viele Antibiotika im Laufe der Zeit einen wirksamen Schutz entwickelt. Deshalb werden Bakterien in mikrobiologischen Laboratorien untersucht und ein Resistenztest durchgefßhrt. Bei der Behandlung mit Antibiotika muss beachtet werden, dass nicht nur pathogene (krankmachende) Bakterien, sondern auch mutualistische (nßtzliche) Bakterien durch das Medikament gestÜrt bzw. getÜtet werden kÜnnen. Dies kann so weit fßhren, dass zunächst in geringer Zahl im Darm lebende Bakterien der Art Clostridium difficile, die von Natur aus gegen viele Antibiotika resistent sind, die Oberhand im Darm gewinnen und schwere Durchfälle auslÜsen.
Eine Resistenz gegen Antibiotika kann naturgegeben oder die Folge einer Mutation sein. Um das zu beweisen, entwickelten die Biologen Max DelbrĂźck und Salvador Edward Luria den Fluktuationstest.
Eine ältere Methode der Ărzte beim Kampf gegen bakterielle Infektionen stellt die Operation mit ErĂśffnung und Säuberung des Eiterherdes dar, gemäà dem uralten lateinischen Chirurgen-Spruch âUbi pus, ibi evacuaâ â zu deutsch: âWo Eiter ist, dort entleere ihn.â Bei grĂśĂeren Eiterherden ist diese Methode in Verbindung mit der Gabe von Antibiotika viel wirksamer als nur der Einsatz von Antibiotika allein.
Ăkologie
Unverzichtbar fßr bedeutende geochemische Stoffkreisläufe sind viele Bodenbakterien, die als Destruenten wirken beziehungsweise Nährsalze fßr die Pflanzen verfßgbar machen.
Eine groĂe Gruppe von Bakterien bilden die so genannten Cyanobakterien. Da sie Prokaryoten sind, gehĂśren sie nicht zu den Algen. Sie betreiben Photosynthese und sind entsprechend unabhängig von organischer Nahrung, brauchen jedoch Licht zur Energieversorgung. Gemeinsam mit den GrĂźnalgen (Chlorophyta) und anderen Algengruppen bilden sie das Phytoplankton der Meere und SĂźĂgewässer und so die Nahrungsgrundlage vieler Ăkosysteme.
Spezielle Bakterien kommen als Symbionten im Darm oder in anderen Organen vieler Lebewesen vor und wirken bei der Verdauung und weiteren physiologischen Vorgängen mit. Escherichia coli und Enterokokken sind die bekanntesten Vertreter dieser Gruppe. Aber auch anaerobe Bifidobakterien gehÜren dazu. Während diese Bakterien als Symbionten fungieren, verursachen andere Bakterien Infektionskrankheiten bei Menschen, Tieren und Pflanzen (Bakteriosen).
Klassifikation
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Hauptartikel
:
Systematik der Bakterien
Phylogenetisches System
Eine phylogenetische Klassifikation anhand morphologischer und stoffwechselphysiologischer Merkmale ist bei den Bakterien in der Regel nicht mÜglich, sie muss auf der Basis der molekularen Struktur dieser Organismen aufgebaut werden. Die Klassifizierung erfolgt hauptsächlich mit Hilfe phylogenetischer Marker. Solche Marker sind zelluläre Makromolekßle, deren Zusammensetzung sich mit abnehmendem Verwandtschaftsgrad verschiedener Organismen immer mehr unterscheidet. Zu den wichtigsten Molekßlen dieser Art zählt derzeit die 16S-Untereinheit der ribosomalen RNA. Die Basensequenz dieser RNA soll die tatsächlichen evolutionären Beziehungen unter den Organismen widerspiegeln.
Die Vielfalt bakterieller Lebensformen ist aber deutlich grĂśĂer als dieses System repräsentiert. Basierend auf den bis heute bekannten 16S-rRNA-Sequenzen vermutet man mehr als 50 verschiedene Bakterien-Phyla. Die Existenz dieser Phyla wird anhand groĂer, in Umweltproben immer wieder auftauchender Gruppen bestimmter rRNA-Sequenzen aufgrund von Metagenomanalysen vorhergesagt, insbesondere im vorgeschlagenen Superphylum Patescibacteria (syn. Candidate Phyla Radiation, CPR). Jedoch konnten bisher nur vereinzelt Bakterien aus diesen Phyla kultiviert werden,cite-ref-13[13]cite-ref-beam2020-14-0[14] wie beispielsweise unter den Saccharibacteria (alias TM7).cite-ref-he2015-15-0[15] Aber auch unter den bekannten Bakteriengruppen gibt es viele Zweige, die ganz oder Ăźberwiegend aufgrund von Metagenomik vorgeschlagen wurden, z. die Rokubacteria/NC10 (in der Verwandtschaft der Acidobacteria).
âKlassischeâ Systeme
Bevor man phylogenetisch begrßndete Systeme aufstellen konnte, war man auf Merkmale angewiesen, die kaum die Feststellung von natßrlichen, phylogenetischen Verwandtschaften ermÜglichten. Heute gebräuchliche molekularbiologische Merkmale, die zur Ermittlung phylogenetischer Verwandtschaften erforderlich sind, konnten mit den damals zur Verfßgung stehenden Methoden nicht ermittelt werden.
Das folgende System ist ein Beispiel fĂźr veraltete (klassische) Systeme.cite-ref-16[16] Die Prokaryoten (âSchizophytaâ) bildeten darin eine Abteilung der Pflanzen. Noch heute wird gelegentlich die Gemeinschaft der in einem Biotop vorkommenden Bakterien als âBakterienfloraâ bezeichnet.
Abteilung Schizophyta (âSpaltpflanzenâ, umfasste alle Prokaryoten = âAnucleobiontaâ)
Klasse Bacteria (Bakterien = âSpaltpilzeâ) Ordnung Eubacteriales (einzellige unverzweigte Bakterien) Familie Coccaceae (Kugelbakterien) Familie Bacteriaceae (stäbchenfĂśrmige Bakterien ohne Sporen) Familie Bacillaceae (stäbchenfĂśrmige Bakterien mit Sporen) Familie Spirillaceae (âSchraubenbakterienâ, wendelfĂśrmig) Ordnung Chlamydobacteriales (Fadenbakterien in RĂśhren âScheidenâ) Ordnung Mycobacteriales (stäbchenfĂśrmige Bakterien mit Verzweigungen, mycelbildende Bakterien âStrahlenpilzeâ) Ordnung Myxobacteriales (âSchleimbakterienâ, einzellige, schwarmbildende Bakterien) Ordnung Spirochaetales (flexible, wendelfĂśrmige Bakterien mit aktiver Formveränderung)
Klasse Cyanophyceae (âBlaugrĂźne Algenâ, âSpaltalgenâ) Ordnung Chroococcales (einzellig, ohne Sporen) Ordnung Chamaesiphonales (einzellig oder fadenfĂśrmig, mit Sporen) Ordnung Hormogonales (fadenfĂśrmig, mit Hormogonien, häufig Heterocysten)
Systematik ab 2024
Um der hohen Diversität der Bakterien (wie auch der Archaeen) zu entsprechen, wurden seit dem Jahr 2024 von der List of Prokaryotic names with Standing in Nomenclature (LPSN) Supergruppen und -phyla als neue Prokaryoten-Reiche (englisch kingdoms) eingefßhrtcite-ref-lpsn-b-17-0[17]cite-ref-lpsn-a-18-0[18] (eine ähnliche Megataxonomie war bereits einige Jahre zuvor vom International Committee on Taxonomy of Viruses (ICTV) fßr Viren eingefßhrt worden); das National Center for Biotechnology Information (NCBI) ist diesen Vorgaben gefolgt.cite-ref-ncbi-b-19-0[19]cite-ref-ncbi-a-20-0[20]cite-ref-ncbi-v-21-0[21] Mit Stand 17. Oktober 2025 ist gemäà LPSN:cite-ref-lpsn-b-17-1[17]
Domäne Bacteria Woese et al. 2024 [bzw. âBacteriaâ Woese et al. 1990, âBacteriobiotaâ Luketa 2012]
⢠Reich Bacillati (Gibbons & Murray 1978) Oren & GĂśker 2024 Reich [âTerrabacteridaâ Luketa 2012] (Terrabakterien)
⢠Phylum Actinomycetota Goodfellow 2021
⢠Phylum Armatimonadota Tamaki et al. 2021
⢠Phylum Bacillota Gibbons & Murray 2021
⢠Phylum Chloroflexota Garrity & Holt 2021
⢠Phylum Cyanobacteriota Oren et al. 2022
⢠Phylum âCandidatus Lithacetigenotaâ Nobu et al. 2023
⢠Phylum Minisyncoccota Nakajima et al. 2025 [âCa. Pacebacteriaâ Brown et al. 2015]
⢠Phylum Mycoplasmatota Murray 2021
⢠Reich Fusobacteriati Battistuzzi & Hedges 2024 Reich [âFusobacteridaâ Luketa 2012]
⢠Phylum Fusobacteriota Garrity & Holt 2021
⢠Reich Pseudomonadati (Gibbons & Murray 1978) Oren & GĂśker 2024 Reich [âAquificidaâ Luketa 2012, âHydrobacteridaâ Luketa 2012] (Proteobakterien i. w. S.)
⢠Phylum Abditibacteriota Tahon et al. 2023
⢠Phylum Acidobacteriota Thrash & Coates 2021
⢠Phylum Aquificota Reysenbach 2021 (Aquificales etc.)
⢠Phylum Atribacterota Katayama et al. 2021
⢠Phylum Bacteroidota Krieg et al. 2021
⢠Phylum Balneolota Hahnke et al. 2021
⢠Phylum Caldisericota Mori et al. 2021
⢠Phylum Calditrichota Kublanov et al. 2021
⢠Phylum Chlamydiota Garrity & Holt 2021
⢠Phylum Chlorobiota Iino et al. 2021
⢠Phylum Chrysiogenota Garrity & Holt 2021
⢠Phylum âCandidatus Cloacimonadotaâ corrig. Rinke et al. 2013
⢠Phylum Coprothermobacterota Pavan et al. 2021
⢠Phylum Deferribacterota Garrity & Holt 2021
⢠Phylum Dictyoglomerota corrig. Patel 2021
⢠Phylum Elusimicrobiota Geissinger et al. 2021 (Elsusimicrobium etc.)
⢠Phylum Fibrobacterota Garrity & Holt 2021
⢠Phylum Gemmatimonadota Zhang et al. 2021
⢠Phylum Kiritimatiellota Spring et al. 2021 (Kiritimatiellia etc.)
⢠Phylum âCandidatus Latescibacterotaâ corrig. Rinke et al. 2013
⢠Phylum Lentisphaerota Cho et al. 2021
⢠Phylum Nitrospinota Lßcker et al. 2021
⢠Phylum Nitrospirota Garrity & Holt 2021 (Nitrospira etc.)
⢠Phylum Planctomycetota Garrity & Holt 2021
⢠Phylum Pseudomonadota Garrity et al. 2021
⢠Phylum Rhodothermota Munoz et al. 2021 (Rhodothermaceae etc.)
⢠Phylum Spirochaetota Garrity & Holt 2021
⢠Phylum Thermodesulfobacteriota Garrity & Holt 2021
⢠Phylum Thermomicrobiota Garrity & Holt 2021
⢠Phylum Verrucomicrobiota Hedlund 2021
⢠Phylum âCandidatus Zhuqueibacterotaâ Lian et al. 2024
⢠Reich Thermotogati Battistuzzi & Hedges 2024 (Gruppe Deinococcus-Thermus) Reich [âThermotogidaâ Luketa 2012]
⢠Phylum âCandidatus Acetithermotaâ corrig. Rinke et al. 2013
⢠Phylum âCandidatus Bipolaricaulotaâ Hao et al. 2018
⢠Phylum Deinococcota Weisburg et al. 2021
⢠Phylum Synergistota Jumas-Bilak et al. 2021
⢠Phylum Thermotogota Reysenbach 2021 (Thermotogales etc.)
ďż
keinem Reich zugeordnete
Taxa
(hier nur Phyla)
⢠Phylum âCandidatus Aerophobotaâ corrig. Rinke et al. 2013
⢠Phylum âCandidatus Auribacterotaâ Williams et al. 2022
⢠Phylum âCandidatus Babelotaâ corrig. Yeoh et al. 2016
⢠Phylum âCandidatus Binatotaâ Chuvochina et al. 2019
⢠Phylum âCandidatus Caldipriscotaâ corrig. Colman et al. 2016
⢠Phylum âCandidatus Calescibacteriotaâ corrig. Rinke et al. 2013
⢠Phylum âCandidatus Canglongiotaâ Zhang et al. 2022
⢠Phylum âCandidatus Cosmopoliotaâ Zhang et al. 2023
⢠Phylum âCandidatus Cryosericotaâ Martinez et al. 2019
⢠Phylum âCandidatus Deferrimicrobiotaâ Begmatov et al. 2022
⢠Phylum âCandidatus Dormiibacterotaâ corrig. Ji et al. 2017
⢠Phylum âCandidatus Effluvivivacotaâ corrig. Su et al. 2024
⢠Phylum âCandidatus Electryoneotaâ Williams et al. 2022
⢠Phylum âCandidatus Elulimicrobiotaâ corrig. Rodriguez et al. 2020
⢠Phylum âCandidatus Fermentibacterotaâ corrig. Kirkegaard et al. 2016
⢠Phylum âCandidatus Fervidibacterotaâ corrig. Rinke et al. 2013
⢠Phylum Fidelibacterota Katayama et al. 2024
⢠Phylum âCandidatus Goldiibacteriotaâ corrig. Hernsdorf et al. 2017
⢠Phylum âCandidatus Heilongiotaâ Zhang et al. 2022
⢠Phylum âCandidatus Hinthialibacterotaâ Williams et al. 2022
⢠Phylum âCandidatus Hydrogenedentotaâ corrig. Rinke et al. 2013
⢠Phylum âCandidatus Hydrothermotaâ corrig. Jungbluth et al. 2017
⢠Phylum âCandidatus Kapaibacteriotaâ corrig. Kantor et al. 2015
⢠Phylum âCandidatus Krumholzibacteriotaâ Youssef et al. 2019
⢠Phylum âCandidatus Kryptoniotaâ corrig. Eloe-Fadrosh et al. 2016
⢠Phylum âCandidatus Lernaellotaâ Williams et al. 2022
⢠Phylum âCandidatus Macinerneyibacteriotaâ corrig. Yadav et al. 2020
⢠Phylum âCandidatus Margulisiibacteriotaâ corrig. Anantharaman et al. 2016
⢠Phylum âCandidatus Melainobacteriotaâ corrig. Di Rienzi et al. 2013
⢠Phylum âCandidatus Methylomirabilotaâ Viljakainen & Hug 2021
⢠Phylum âCandidatus Moduliflexotaâ corrig. Sekiguchi et al. 2015
⢠Phylum âCandidatus Muiribacteriotaâ corrig. Barnum et al. 2018
⢠Phylum âCandidatus Neomarinimicrobiotaâ corrig. Rinke et al. 2013
⢠Phylum âCandidatus Nitrosediminicolotaâ Zhao et al. 2024
⢠Phylum âCandidatus Omnitrophotaâ corrig. Rinke et al. 2013
⢠Phylum âCandidatus Parcunitrobacterotaâ corrig. Castelle et al. 2017
⢠Phylum âCandidatus Peregrinibacteriotaâ corrig. Wrighton et al. 2012
⢠Phylum âCandidatus Qinglongiotaâ Zhang et al. 2022
⢠Phylum âCandidatus Rifleibacteriotaâ corrig. Anantharaman et al. 2016
⢠Phylum âCandidatus Ryujiniotaâ Sun et al. 2025
⢠Phylum âCandidatus Saganiibacteriotaâ corrig. Probst et al. 2017
⢠Phylum âCandidatus Spongiamicotaâ Sun et al. 2025
⢠Phylum âCandidatus Sumerlaeotaâ Kadnikov et al. 2019
⢠Phylum âCandidatus Sysuimicrobiotaâ Liu et al. 2024
⢠Phylum âCandidatus Tangaroaeotaâ Sun et al. 2025
⢠Phylum âCandidatus Tectimicrobiotaâ corrig. Wilson et al. 2014
⢠Phylum âCandidatus Tianyaibacteriotaâ corrig. Cui et al. 2021
⢠Phylum Vulcanimicrobiota Yabe et al. 2024
⢠Phylum âCandidatus Wirthibacterotaâ corrig. Hug et al. 2016
⢠Phylum âCandidatus Zhurongbacterotaâ Leng et al. 2023
Praktische Unterteilung
Aus praktischen GrĂźnden werden Bakterien bisweilen in Anlehnung an die frĂźheren âklassischenâ Systeme nach ihrer Form und ihrer Organisation unterteilt. Dabei werden kugelige Bakterien als Kokken, längliche, zylindrische Bakterien als Bazillen und spiralige, wendelfĂśrmige Bakterien als Spirillen oder Spirochäten bezeichnet. Diese Grundformen kĂśnnen einzeln auftreten oder sich zu typischen Formen zusammenfinden (Haufenkokken = Staphylokokken, Kettenkokken = Streptokokken, Doppelkokken = Diplokokken). Des Weiteren bilden vor allem Stäbchenbakterien häufig, Spirillen immer eine oder mehrere GeiĂeln, so genannte Flagellen, aus, mit deren Hilfe sie sich fortbewegen kĂśnnen. Anzahl und Anordnung der GeiĂeln sind Unterscheidungsmerkmale. Einige Bakterien bilden SchleimhĂźllen, âKapselnâ, aus, einige verschiedenartige Sporen. Weiterhin wichtig fĂźr die Unterteilung ist die Lebensweise, besonders der Stoffwechseltyp, sowie die MĂśglichkeit, die Bakterien auf bestimmte Weise zu färben. Ab 1875 wurden durch Carl Weigert neue Methoden des Nachweises von Bakterien im Gewebe mit Anilinfarben eingefĂźhrt.cite-ref-22[22] Die so genannte Gramfärbung (eingefĂźhrt 1884 vom dänischen Bakteriologen Gram) lässt RĂźckschlĂźsse auf die Zusammensetzung und Struktur der Zellwand zu; die so genannten grampositiven Bakterien bilden wahrscheinlich sogar eine natĂźrliche Verwandtschaftsgruppe, ein monophyletisches Taxon.
Serologisch unterscheidbare Variationen von Bakterien nennt man Serotypen.
Urbakterium
Theoretische Ăberlegungen legen nahe, dass der Urahn aller Bakterien anaerob gewesen sein sollte, da die Erdatmosphäre damals noch keinen Sauerstoff enthielt â dieser wurde in nennenswerten MaĂ erst von Cyanobakterien während der GroĂen Sauerstoffkatastrophe vor ca. 2,4 Milliarden Jahren erzeugt. Es wird weiter angenommen, dass dieses Urbakterium (d. h. der letzte gemeinsame Ahn aller Bakterien, englisch last bacterial common ancestor, LBCA) bereits vor 3,5 (bis vielleicht 3,7) Milliarden Jahren in hydrothermalen Schloten im Ozean entstanden ist.cite-ref-xavier2021-23-0[23]cite-ref-fournier2021-24-0[24] Es wird ein stäbchenfĂśrmiges Aussehen und eine Metabolismus ähnlich wie bei den Vertretern der Bakterienklasse der Clostridien vermutet. FĂźr diese Klasse wird daher eine basale Stellung im Stammbaum der Bakterien angenommen, d. h. die Clostridien wären in diesem Sinn die ursprĂźnglichsten heute noch existierenden Bakterien.cite-ref-xavier2021-23-1[23] Die Linie, die zu den heutigen Cyanobakterien fĂźhrt, hat sich von den Ăźbrigen Bakterien dann bereits sehr frĂźh vor (knapp) 3,5 Milliarden Jahren abgespalten.cite-ref-fournier2021-24-1[24]
Das älteste Bakterium
Seit dem Jahr 2000 gilt ein geschätzt 250 Millionen Jahre altes Bakterium als ältestes Lebewesen auf der Erde. Der Mikroorganismus mit dem heutigen Namen Bacillus permians wurde in einem Labor der West Chester University in Pennsylvania von den Forschern um Russell H. Vreeland entdeckt. In einer NährlĂśsung entwickelte das Bakterium Aktivitäten. Geborgen wurde es bei Bohrungen in einer HĂśhle bei Carlsbad (New Mexico), die der Erkundung einer mĂśglichen Endlagerstätte fĂźr AtommĂźll dienten. Es Ăźberlebte die Zeiten in einem grĂśĂeren Salzkristall, worin sich etwas Salzlake befand, in 2.000 FuĂ (609 Meter) Tiefe.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26]
Das Forscherteam berichtete Ăźber seinen Fund im britischen Wissenschaftsjournal Nature am 19. Oktober 2000.cite-ref-27[27] Die Entdeckung entzĂźndete neue Ăberlegungen Ăźber das Entstehen von Leben im Universum. Eine so lange Lebensdauer dieses Organismus lieĂe ihn riesige Entfernungen im Weltall zurĂźcklegen und macht Panspermie wahrscheinlicher.cite-ref-28[28] Es hat den Anschein, als ob Sporen ein SchlĂźssel hierfĂźr sein kĂśnnten. Bakterien und Hefen kĂśnnen ihre Funktionen in schlechten Zeiten so reduzieren, dass sie zu einer stabilen elastischen Struktur werden. Wiederbelebungen solcher Sporen sind bereits aus 118 Jahre alten Fleischdosen und 166 Jahre alten Bierflaschen geglĂźckt.cite-ref-29[29]
Aufwendiger war der Reanimationsweg beim zuvor ab 1995 bekannten ältesten Lebewesen. Hier wurden etwa 25 bis 40 Millionen Jahre alte Bakteriensporen zum Leben erweckt. Sie stammten aus dem Hinterleib einer Biene, die in einem Dominikanischen Bernstein eingeschlossen war.cite-ref-30[30]
Andere Forscher nahmen zur Entdeckung ihrer Kollegen eine distanzierte Haltung ein und verwiesen darauf, dass Berichte Ăźber Funde alter Bakterien in Felsgestein, Kohle oder altägyptischen Tempeln einer wissenschaftlichen NachprĂźfung bislang nicht standhielten. Insbesondere wurde auf die auĂergewĂśhnliche Ăhnlichkeit der 16S rRNA-Gensequenz von Bacillus permians mit der von Bacillus marismortui (heute gĂźltiger Name Salibacillus marismortui), eine mäĂig halophile Spezies aus dem Toten Meer hingewiesen.cite-ref-31[31] Dass eine so lange Lebensdauer nur durch eine Verunreinigung mit rezenten Bakterien vorgetäuscht wurdecite-ref-32[32], hält Russell H. Vreeland jedoch fĂźr nahezu ausgeschlossen.cite-ref-33[33]
Literatur
BĂźcher
⢠Martin Dworkin, Stanley Falkow, Eugene Rosenberg, Karl-Heinz Schleifer, Erko Stackebrandt (Hrsg.): The Prokaryotes, A Handbook of the Biology of Bacteria. 7 Bände, 3. Auflage, Springer-Verlag, New York u. a. O. 2006, ISBN 0-387-30740-0. Umfasst auch Archaea.
⢠Joseph W. Lengeler, Gerhart Drews, Hans G. Schlegel (Hrsg.): Biology of the Prokaryotes. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-13-108411-1. Umfasst auch Archaea.
⢠Michael T. Madigan, John M. Martinko, Paul V. Dunlop, David P. Clark: Brock â Biology of microorganisms, 12. Ed. (Pearson International Edition), Pearson, Benjamin Cummings, Pearson Education, Inc., San Francisco u. a. O. 2009, ISBN 978-0-321-53615-0. Umfangreiches Lehrbuch, behandelt auch andere Mikroorganismen.
⢠Michael T. Madigan, John M. Martinko: Brock â Mikrobiologie. 11., Ăźberarbeitete Auflage, Pearson Studium, MĂźnchen 2006, ISBN 3-8273-7187-2. Ăbersetzung von Brock â Biology of microorganisms ins Deutsche, behandelt auch andere Mikroorganismen.
⢠Betsey Dexter Dyer: A field guide to bacteria. Cornell University Press, Ithaca NY, U.S.A. 2003, ISBN 0-8014-8854-0 (Karton), ISBN 0-8014-3902-7 (Leinen). Beobachtungen im Gelände, behandelt auch Archaea.
⢠Karl Bernhard Lehmann & Rudolf Otto Neumann: Atlas und Grundriss der Bakteriologie und Lehrbuch der speciellen bakteriologischen Diagnostik. Lehmann, Mßnchen 1896. Klassisches (veraltetes) Lehrbuch mit Schwerpunkt medizinische Bakteriologie.
Aufsätze
⢠Herbert Zuber: Thermophile Bakterien. In: Chemie in unserer Zeit. Bd. 13, Nr. 6, 1979, S. 165â175, doi:10.1002/ciuz.19790130602.
⢠Birgit Sattler, Hans Puxbaum, Roland Psenner: Bakterien der LĂźfte: Vom Winde verweht. In: Biologie in unserer Zeit. Bd. 32, Nr. 1, 2002, S. 42â49, doi:10.1002/1521-415X(200201)32:1<42::AID-BIUZ42>3.0.CO;2-Z.
⢠Silke Wendler: Das Cytoskelett der Bakterien. In: Biologie in unserer Zeit. Bd. 32, Nr. 1, 2002, S. 6, doi:10.1002/1521-415X(200201)32:1<6::AID-BIUZ6>3.0.CO;2-6.
⢠Hans-Curt Fleming, Jost Wingender: Biofilme â die bevorzugte Lebensform der Bakterien: Flocken, Filme und Schlämme. In: Biologie in unserer Zeit. Bd. 31, Nr. 3, 2001, S. 169â180, doi:10.1002/1521-415X(200105)31:3<169::AID-BIUZ169>3.0.CO;2-U.
⢠A. Kolk: Verfahren zur Bestimmung der Bakterienkonzentration in der Luft am Arbeitsplatz [2].
Weblinks
Wiktionary: Bakterie
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Commons
: Bakterien
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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: Bakterien
â Artenverzeichnis
Wikiquote: Bakterien
â Zitate
⢠TOBA, das System der Bakterien und Archaeen, Stand März 2007
⢠List of Prokaryotic Names Validly Published, updated September 2013. (PDF; 2,0 MB)
⢠Bakterien im Darm
⢠Atlas mit Bildern von Kulturen medizinisch relevanter Bakterien
⢠International Code of Nomenclature of Bacteria. (1990 revision)
⢠Bacteria Museum
⢠https://www.welt.de/wissenschaft/article13558466/3-4-Milliarden-Jahre-alte-Schwefelbakterien-entdeckt.html
Einzelnachweise
cite-note-11. â Friedrich Kluge, Alfred GĂśtze: Etymologisches WĂśrterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck (â21. unveränderte Auflageâ) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 58 (Bazillus).
cite-note-22. â Carl R. Woese, Otto Kandler, Mark L. Wheelis: Towards a natural system of organisms: Proposal for the domains Archaea, Bacteria, and Eucarya. In: Proceedings of the National Academy of Science, USA. Bd. 87, 1990, S. 4576â4579.
cite-note-33. â Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Ăbersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/GĂśttingen/Heidelberg 1960, S. 37, 42 und 47.
cite-note-44. â Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff: Kurze Ăbersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/GĂśttingen/Heidelberg 1960, S. 42.
cite-note-55. â Hanno Charisius: Thiomargarita magnifica: GrĂśĂtes Bakterium der Welt entdeckt. In: sueddeutsche.de. Abgerufen am 24. Juni 2022.
cite-note-66. â Jean-Marie Volland, Silvina Gonzalez-Rizzo, Olivier Gros, TomĂĄĹĄ Tyml, Natalia Ivanova: A centimeter-long bacterium with DNA contained in metabolically active, membrane-bound organelles. In: Science. Band 376, Nr. 6600, 24. Juni 2022, ISSN 0036-8075, S. 1453â1458, doi:10.1126/science.abb3634 (science.org [abgerufen am 24. Juni 2022]).
cite-note-77. â Bild der Wissenschaft, 1/2007, S. 9.
cite-note-88. â Dorion Sagan, Lynn Margulis: Garden of Microbial Delights: A Practical Guide to the Subvisible World. Kendall/Hunt Publishing Company, Dubuque, Iowa 1993.
cite-note-99. â How Microbes Defend and Define Us. In: New York Times, abgerufen am 25. Oktober 2019.
cite-note-1010. â Lucian Haas: Bakterien kĂśnnen fossile DNA-Fragmente in ihr Erbgut einbauen. Deutschlandfunk, Forschung Aktuell, 21. November 2013.
cite-note-1111. â The Taxonomic Outline of Bacteria and Archaea (Memento des Originals vom 2. Mai 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂźft. Bitte prĂźfe Original- und Archivlink gemäà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.taxonomicoutline.org
cite-note-1212. â George M. Garrity, Timothy G. Lilburn, James R. Cole, Scott H. Harrison, Jean EuzĂŠby, Brian J. Tindall: Taxonomic Outline of the Bacteria and Archaea. Release 7.7, März 2007, Michigan State University Board of Trustees, taxonomicoutline.org.
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cite-note-beam2020-1414. â Jacob P. Beam, Eric D. Becraft, Julia M. Brown, Frederik Schulz, Jessica K. Jarett, Oliver Bezuidt, Nicole J. Poulton, Kayla Clark, Peter F. Dunfield, Nikolai V. Ravin, John R. Spear, Brian P. Hedlund, Konstantinos A. Kormas, Stefan M. Sievert, Mostafa S. Elshahed, Hazel A. Barton, Matthew B. Stott, Jonathan A. Eisen, Duane P. Moser, Tullis C. Onstott, Tanja Woyke, Ramunas Stepanauskas: Ancestral Absence of Electron Transport Chains in Patescibacteria and DPANN, in: Frontiers in Microbiology, Band 11, 2020, doi:10.3389/fmicb.2020.01848
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cite-note-1616. â Hans Fitting, Walter Schumacher, Richard Harder, Franz Firbas: Lehrbuch der Botanik fĂźr Hochschulen. BegrĂźndet von E. Strasburger, F. Noll, H. Schenk und A. F. W. Schimper. 25. Auflage. Piscator, Stuttgart 1951, S. 295â301.
cite-note-2222. â Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff: Kurze Ăbersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/GĂśttingen/Heidelberg 1960, S. 42.
cite-note-xavier2021-2323. â Joana C. Xavier, Rebecca E. Gerhards, Jessica L. E. Wimmer, Julia Brueckner, Fernando D. K. Tria, William F. Martin: The metabolic network of the last bacterial common ancestor[1], Band 4, Nr. 413, 26. März 2021. Dazu: Nadja Podbregar: Urahn aller Bakterien rekonstruiert â Ur-Bakterium war anaerob, stäbchenfĂśrmig und ähnelte heutigen Clostridien, auf: scinexx vom 7. April 2021.
cite-note-fournier2021-2424. â G. P. Fournier, K. R. Moore, L. T. Rangel, J. G. Payette, L. Momper, T. Bosak: The Archean origin of oxygenic photosynthesis and extant cyanobacterial lineages, Band 288, Nr. 1959, 29. September 2021, doi:10.1098/rspb.2021.0675, PMID 34583585. Siehe insbes. Fig. 2.
cite-note-2525. â Ur-Bakterium zum Leben erweckt. Spiegel Online, 18. Oktober 2000; abgerufen 3. Dezember 2010.
cite-note-2626. â By J. Travis: Prehistoric bacteria revived from buried salt. In: Science News, Band 155, Nr. 24, 12. June 1999, S. 373, Epub 6. Dezember 1999, Memento im Webarchiv vom 17. Juni 2013.
cite-note-2929. â Hardcore Hibernation. naturenews vom 19. Oktober 2000, (englisch), abgerufen am 3. Dezember 2010.
cite-note-3232. â The Permian Bacterium that Isn't. Oxford Journals, 15. Februar 2001, abgerufen am 15. November 2021 (englisch).
cite-note-3333. â Row over ancient bacteria. BBC-News vom 7. Juni 2001 (englisch), abgerufen am 15. November 2021.